5 verblüffende Fakten über Klebeband

In unserer Serie „Verblüffende Fakten“ berichten wir Kurioses, Erstaunliches und Wissenswertes über Verpackungsmaterial. In dieser Ausgabe widmen wir uns dem Klebeband – vom brasilianischen Trend-Bikini bis zur Reaktivierung kraftloser Klebebänder.

1. Kleben mit Bleischürze?

Sind Ihnen beim schnellen Abziehen eines Klebestreifens schon einmal Lichtblitze aufgefallen? Sicherlich spannend zu beobachten, doch es geht noch weitaus spektakulärer: Wissenschaftler der Universität Kalifornien konnten beim ruckartigen Abrollen eines Klebebandes nun sogar leichte Röntgenstrahlung nachweisen. Bei einer Geschwindigkeit von etwa 30 mm pro Sekunde werden für den Bruchteil einer Sekunde kurze Röntgenemissionen von der Rolle abgegeben. Forscher nennen dieses Phänomen „Tribolumineszenz“. Angeblich ist es auf diese Weise sogar gelungen, einen Finger zu durchleuchten. Doch keine Sorge, strahlensichere Kleidung ist am Packtisch nicht erforderlich. Der Effekt tritt nur im Vakuum auf.

2. Wer schön sein will, muss kleben

Ein seltsamer Trend kursiert derzeit an Brasiliens Stränden. Statt eines Bikinis tragen immer mehr Frauen Klebestreifen auf der Haut. Doch wieso? Bei den für gewöhnlich gut gebräunten Brasilianerinnen gelten weiße Bikinistreifen als absolutes Schönheitsideal, das auch von brasilianischen Männern als besonders attraktiv empfunden wird. Doch normale Bikinis verrutschen zu leicht, sodass die Streifen höchst ungleichmäßig ausfallen. Mit dem Abkleben versuchen die Damen, besonders weiße, dünne und geradlinige Bikinistreifen zu erhalten. In Rio ist der „Klebeband-Bikini“ mittlerweile zum lukrativen Geschäftsmodell geworden.

3. Was bedeutet eigentlich „Tesa“?

Der Begriff „Tesa“ wird im allgemeinen Sprachgebrauch als Name für transparente Klebestreifen verwendet. Doch was bedeutet „Tesa“ eigentlich? Das Kunstwort stammt aus einem 1906 durchgeführten Markennamenwettbewerb der Firma Beiersdorf. Die damalige Mitarbeiterin Elsa Tesmer, von 1903 bis 1908 Kontoristin und Leiterin der Schreibstube, hatte die Wortschöpfung aus der ersten Silbe ihres Nachnamens (Tesmer) sowie der letzten Silbe ihres Vornamens (Elsa) zusammengefügt. In der Folge wurde der Begriff für eine Zahnpastatube (1908) sowie eine Wurstpelle (1926) verwendet, bis er 1936 schließlich Markenname eines neuartigen Klebebandes für das Büroumfeld wurde: Der Tesafilm.

4. Ärzte raten zu Klebeband

Sie lauern im hohen Gras, stets auf der Suche nach einem neuen Wirt: Zecken. Der Biss der kleinen Blutsauger birgt ein erhebliches Gesundheitsrisiko. Doch auch hier kann Klebeband helfen! Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) e. V. rät bei Zeckenbefall zu Klebeband – denn solange der Parasit noch auf der Haut krabbelt, lässt er sich mit Klebeband kinderleicht einfangen, ohne wieder davonkommen zu können.

5. Aus alt mach' neu

Klebebänder verlieren mit der Zeit an Klebkraft. Doch das ist noch lange kein Grund, eine alte Rolle in den Müll zu werfen. Ein simpler Trick wirkt Wunder: Legen Sie die Klebebandrolle einfach für 5 Minuten auf niedrigster Stufe in die Mikrowelle. Die Strahlung versetzt die Moleküle des Klebstoffs in Bewegung, Reibung entsteht und der Kleber wird wieder aktiv – und kraftloses Klebeband klebt wieder so gut wie neu.


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