Wellpappe: Aufbau & Wellenkombinationen

Wellpappe ist ein unentbehrliches Hilfsmittel in der modernen Logistik. Dank ihrer Stabilität und Vielseitigkeit, geringem Eigengewicht, umweltschonender Herstellung und günstigen Anschaffungskosten zählt sie zu den führenden Verpackungsmaterialien weltweit. Doch Wellpappe ist nicht gleich Wellpappe – eine breite Auswahl verschiedenster Wellenarten, Ausführungen und Qualitäten stellt den Verbraucher vor die Qual der Wahl. In Teil 2 unserer kleinen Wellpapp-Kunde beleuchten wir den Aufbau und mögliche Wellenkombinationen.

Nachdem wir uns im ersten Teil auf die Suche nach der perfekten Wellen begeben und verschiedene Wellenarten vorgestellt haben, beleuchten wir in dieser Ausgabe den Aufbau einer Wellpappe. Wellpappe besteht aus miteinander verklebten Wellen- und Deckenpapieren. Die exakte Definition laut DIN 55468 lautet wie folgt: „Wellpappe ist Pappe aus einer oder mehreren Lagen eines gewellten Papiers, das zwischen mehrere Lagen eines anderen Papiers oder Kartons geklebt ist.“ Darüber hinaus sind auch einseitig beklebte Ausführungen erhältlich – die sogenannte Rollenwellpappe. Selbst unbeklebte gewellte Papierbahnen werden im weiteren Sinne zu den Wellpappenarten gezählt.

Hier ein Überblick handelsüblicher Ausführungen:

Wie auf den Grafiken bereits zu erkennen ist, sind bei mehrwelligen Ausführungen auch Kombinationen verschiedener Wellenarten möglich. Ist beispielsweise eine besonders hohe Stabilität erforderlich, empfiehlt sich eine Kombination aus A- und C-Welle. Diese wird üblicherweise bei Großraum- und Schwergutverpackungen eingesetzt. 

Wellen- und Deckenpapiere

Für die Innen- und Außendecke einer Wellpappe werden wahlweise Kraft- oder Testliner verwendet, wobei beide Deckenpapiere nahezu identische Festigkeitswerte aufweisen. Lediglich in puncto Berstfestigkeit ist Kraftliner dem Testliner übererlegen. Für Rollenwellpappe wie auch als Zwischendecke mehrwelliger Ausführungen wird in der Regel auf leichteres Schrenzpapier zurückgegriffen. Üblich ist auch eine Kombination unterschiedlicher Deckenpapiere, beispielsweise Kraftliner für die Außendecke, Schrenz für die Zwischendecke(n) und Testliner für die Innendecke. Die charakteristischen Wellenbahnen werden wiederum aus speziellem Wellenpapier, sogenanntem Wellenstoff (hochwertiges Altpapier mit Halbzellstoffanteilen), hergestellt.

Wellpappe lässt sich folglich in unterschiedlichsten Qualitäten produzieren. Wie diese klassifiziert werden und der darauf basierende Qualitätscode zu entschlüsseln ist, erfahren Sie im dritten Teil unserer kleinen Wellpapp-Kunde.

Lesen Sie auch Teil 1: "Die perfekte Welle: Wellenarten im Überblick"
Lesen Sie auch Teil 3: "Wellpappe codiert: Die passende Qualität erkennen"


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Simona Jurczinski
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