Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit - Gegenpole in der Verpackungsindustrie?

Nahezu jedes Produkt auf dem Markt wird von einer Verpackung umhüllt. Diese dient in erster Linie dem Schutz, darüber hinaus aber auch der Identifikation des Inhalts sowie der Information interessierter Kunden. Die Anforderungen an eine zeitgemäße Verpackung sind indes stets gestiegen: Neben einer zuverlässigen Schutzfunktion wird ein praktikables Handling gefordert. Einprägsame Optik und wertige Haptik sind wiederum für einen positiven Wiedererkennungswert von entscheidender Bedeutung. Ebenso spielt der Kostenfaktor eine nicht unerhebliche Rolle – die Herstellung sollte einen möglichst geringen Material- und Energieverbrauch aufweisen. Mit Blick auf den Umweltschutz findet auch die Wiederverwertbarkeit erfreulicherweise zunehmend Beachtung.

Doch wie so oft ist der Wunsch Vater des Gedanken. Tatsächlich konnte die Ökobilanz in den letzten Jahren dank ressourcensparender Verpackungslösungen geringfügig optimiert werden. Zahlreiche Unternehmen befürworten umweltschonende Verpackungen. In Anbetracht daraus resultierender Mehrkosten werden achtbare Ambitionen jedoch häufig wieder zurückgefahren und preisgünstige Alternativen in Erwägung gezogen – auch wenn diese den eigenen ökologischen Ansprüchen nicht immer gerecht werden.

Umweltschonende Verpackungsmaterialien werden beispielsweise durch das FSC-Gütesiegel gekennzeichnet. Für Produkte, die durch das Forest Stewardship Council, kurz FSC, zertifiziert werden, wird eine Erzeugung aus nachhaltiger Forstwirtschaft gewährleistet. Kosten, die im Rahmen der Zertifizierung sowie der aufwändigen internen Abwicklung entstehen, schlagen sich letztlich jedoch auch in der Preisgestaltung wieder. Das eigentliche Kaufargument „FSC“ wird somit in erster Linie mit möglichen Mehrkosten assoziiert.

Green Packaging – der grüne Puls der Zeit

Diesbezüglich ist ein Umdenken erforderlich – denn Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit sind keinesfalls Gegenpole! Ein betriebliches Umweltmanagement kann dank gezielter Effizienzsteigerung durchaus eine spürbare Kostenersparnis bewirken. Ein geringer Energieverbauch schont Umwelt und Geldbeutel gleichermaßen, zudem rentieren sich nachhaltige Verpackungsmaterialien in der Regel trotz höherer Anschaffungskosten. Ferner wirken sich umweltförderliches Denken und Handeln überaus positiv auf die Reputation eines Unternehmens aus und schaffen Wettbewerbsvorteile gegenüber untätiger Konkurrenz – denn die steigenden Umweltanforderungen der Verbraucher werden zunehmend ausschlaggebend für Produktion und Handel.

Die Qual der Materialwahl

Nicht selten ist auch fehlendes Wissen für die Wahl falscher Verpackungsmaterialien verantwortlich. Häufig vertreten ist beispielsweise der Irrglaube, Papierklebeband sei umweltschonender einzustufen als das Pendant aus PVC bzw. Polypropylen. Tatsächlich überzeugt jedoch Nassklebeband als ökologische Produktalternative – Kleber und Trägerband sind zu einhundert Prozent recyclingfähig sowie biologisch abbaubar.

Wir empfehlen daher eine umfassende Information über Möglichkeiten und Vorteile nachhaltiger Verpackungslösungen. Gerne informieren wir Sie über Ressourcenschonung, FSC-zertifizierte Produkte aus Papier, Pappe und Wellpappe sowie biologisch abbaubare Polster- und Folienwaren. Wir freuen uns auf Ihre Anfragen an info@hildebrandt.de!